Artikel aus dem ZAK vom 18.04.2017

 

Der Verein Pfotenengel Zollernalb wurde im August 2014 gegründet. Das Hauptaugenmerk galt bislang der Rettung rumänischer Straßenhunde. Eine Aufgabe, die sich allerdings als Fass ohne Boden erwiesen hat und die ehrenamtlichen Helfer an ihre Grenzen brachte, wie die neue Vorsitzende Sandra Topler berichtet. „Wir konnten die Hunde nicht alle unterbringen, es waren zu viele. Und wir haben auch nicht ausreichend Pflegestellen, um das stemmen zu können.“

Deswegen soll sich der Arbeitsschwerpunkt des Vereins nun ändern: „Wir wollen künftig den Blick auf die unmittelbare Umgebung richten“, sagt Sandra Topler. Es gebe im Zollernalbkreis genügend Notfälle, die Hilfe erforderlich machten. „Wir sind zur Stelle, wenn Hundebesitzer ins Krankenhaus müssen. Dann kümmern wir uns um das Tier. Oder bei älteren Menschen ist es oft so, dass sie ins Pflegeheim kommen und nicht wissen, was aus ihrem Tier werden soll“, nennt Sandra Topler Beispiele. „In solchen Fällen helfen wir, ein neues Zuhause für das Tier zu finden.“

Künftig sollen nur noch wenige Hunde zur Vermittlung stehen. „Wahrscheinlich sind es in Zukunft höchstens noch insgesamt 15 Hunde“, sagt Sandra Topler. „Wird ein Hund ins neue Zuhause vermittelt und eine Pflegestelle frei, kann der nächste Notfall nachrücken.“ Da die Hunde in den Pflegefamilien rund um die Uhr beobachtet werden, können Sandra Topler und ihre Mitstreiter viel mehr über Verhalten und Eigenarten sagen und dann auch besser einschätzen, wo welcher Hund sich wohl fühlt oder nicht. „Bei der Vermittlung wird genau geprüft, ob Tier und Mensch zusammenpassen“, sagt Schriftführerin Andrea Aulich.

Mit dem neuen Besitzer werde ein Überlassungsvertrag geschlossen, der beispielsweise regelt, dass das Tier nicht an Dritte weitergegeben werden darf. Außerdem, so Aulich, werde nach der Vermittlung kontrolliert, ob es dem Tier gut geht. Wer einem Tier ein Zuhause geben will, müsse sich der Verantwortung, die er damit übernimmt, bewusst sein. Das Tier brauche Zeit und Zuwendung, und gerade bei Angsthunden sei sehr viel Geduld nötig.

Nachdem es mit der früheren Vereinsführung wegen unterschiedlicher Auffassungen, was den Tierschutz angeht, zu Differenzen gekommen war und die damalige Vorsitzende ihr Amt abgab, hat sich der Pfotenengel-Verein vor kurzem zu einem Neustart entschlossen. Bei der Hauptversammlung wurde eine neue Vorstandschaft gewählt: Vorsitzende ist Sandra Topler, zweite Vorsitzende Monika Aulich, Schriftführerin Andrea Aulich, Pflegestellenkoordinatorin Manuela Grambusch, Kassierin Sarah Schuth.

Die neue Vorstandschaft will den Kontakt zu anderen Tierschutzorganisationen, dem Veterinäramt, Krankenhäusern und Polizei intensivieren. Für die Adoptanten – diejenigen also, die ein Tier bei sich aufnehmen – will der Verein Pfotenengel Zollernalb auch nach der Vermittlung Ansprechpartner und Anlaufstelle sein. „Wir treffen uns regelmäßig mit unseren Hunden im Grünen, wo die Tiere Auslauf haben und toben können“, erklärt Sandra Topler. „Wer einen Hund von uns übernommen hat, ist zu diesen Treffen und zum Austausch in lockerer Runde jederzeit eingeladen.“

Info Nähere Informationen gibt es bei Sandra Topler unter der Telefonnummer 0157-87193004 oder bei Monika Aulich unter 0176-83392400.